Wie es los ging…

Markus ist am 28. Januar 1990 in Biberach/Riß als jüngerer Bruder des knapp 3 Jahre älteren Steffen geboren. Biberach, das ist Kleinstadtidyll. Aber auch in der Kleinstadt kann man schwimmen. Obwohl Markus, ebenso wie sein Bruder Steffen, schon seit einigen Jahren in Hamburg wohnt und trainiert – für einen Olympiastützpunkt ist Biberach eben doch zu klein – ist Markus immer noch gerne hier. Hier sind die Wurzeln, die Familie und vor allem sein jüngerer Bruder Ingo, der in Biberach lebt und arbeitet.

Steffen über Markus in drei Worten:

konsequent
geradeaus
Kampfsau

Der große Bruder und das Schwimmen

Markus_becken

Markus wird oft nach seinem großen Bruder gefragt – der Vergleich ist verständlicherweise recht naheliegend, schließlich sind beides Top-Athleten. Aber das Schwimmen hat Markus nicht wegen Steffen angefangen; es war eher einer der zwei Wünsche seiner Mutter. Sie wollte, dass ihre drei Söhne Schwimmen lernen, damit sie ihre Jungs sorglos alleine zum Baggersee lassen kann und dass alle Drei den Führerschein machen, damit sie nicht ein Leben lang rumkurven muss.

Seit Markus fünf Jahre alt ist, schwimmt er zusammen mit seinem großen Bruder Steffen. Es kamen zwar noch andere Sportarten dazu wie Fußball, aber allein beim Schwimmen haben der Spaß an der Sache und der Ehrgeiz gereicht, dass Markus dabei geblieben ist. Zusammen mit Steffen wurde Markus von Gerold Seifert trainiert.

Das Sportliche

Wenn man ihn auf die Tatsache anspricht, dass sich Markus im Wasser anscheinend total verausgaben kann und offenbar bereit ist seine Schmerzgrenze immer weiter zu verschieben, sagt Markus nur: „Das sieht meist viel schlimmer aus, als es ist, aber wer nicht alles gibt, kann auch nicht alles, was er will, erreichen.“

Alles erreicht, was er will, hat er noch nicht, aber eine beachtliche Liste kommt schon zusammen. Schon als Jugendlicher hat Markus in den Altersklassen von 16-18 Jahren sieben Jahrgangsrekorde aufgestellt, dabei fünf auf den 200m Langstrecken. Das ist bemerkenswert, vor allem weil Markus in Biberach nur auf der Kurzbahn trainieren konnte.

Bei den Senioren konnte Markus ab 2007 an die Erfolge anknüpfen und holte bei den deutschen Meisterschaften den Titel über 200m Lagen. 2010 kam für Markus dann der Durchbruch: Er wurde Vizeweltmeister in den 100m Lagen, bei den deutschen Kurzbahnmeisterschaften wurde er erster über die 200m Freistil.

Bei den Olympischen Spielen in London holte Markus zwei sechste und einen achten Platz. Aktuell hält Markus drei deutsche Rekorde.

Ich denke davor nicht an die Schmerzen, die ich danach haben werde. Es macht tierisch Spaß schnell loszuschwimmen und zu versuchen, das Feld anzuführen.

Deutsche Rekorde

200m Lagen Langbahn

0s
DM Berlin | 12.05.2012

100m Lagen Kurzbahn

0s
WM Dubai | 19.12.2010

200m Lagen Kurzbahn

0s
Weltcup Berlin | 11.08.2013
Wichtige Erfolge

Kurzbahn-Weltmeisterschaft 2010

Zweiter über 100m Lagen hinter Ryan Lochte

Olympische Spiele in London 2012

Finalteilnahme über 200m Lagen, 8. Platz

Stärken

ehrgeizig
zielstrebig
konsequent
mental stark
chillig

Markus-Deibler-2-

Die Eisdiele auf St. Pauli

In 2013 hat sich Markus selbständig gemacht. So ist Markus: Umtriebig, will sich was aufbauen und hat Sinn für’s Geschäft. Also hat er zusammen mit seiner Freundin Luisa eine Eisdiele gegründet, das Luicella’s. Und zwar nicht irgendeine Eisdiele: Eine nachhaltige, mit Milch von glücklichen Kühen, die vor allem Spaß an experimenteller Eisherstellung hat: Zitrone-Basilikum, Blaubeere und Soja-Zimt sind nur einige der Sorten, die es hier gibt. Und das Ganze in Hamburg auf St. Pauli. Läuft…

0
Durchschnittlicher Kalorien-Verbrauch pro Tag
0
Stunden Schlaf, inkl. Mittagspäuschen
0
Durchschnittliche Stundenanzahl mit Steffen in der Woche
0
Geschätzte geschwommene Kilometer im Leben
0
Freie Tage im Jahr
0
Trainingsstunden in der Woche
0
Kilometer am Tag
0
Trinken (Liter) am Tag

Außerhalb des Profisports

Schwimmen, Trainingslager und Eisdiele führen ist alles nicht genug: Auch außerhalb von Sport und Arbeit engagiert sich Markus. Er unterstützt die Surfrider Foundation und schwimmt mit Kindern mit Behinderung.

Auch wenn ich mit Luicella’s gut ausgelastet bin – am Wichtigsten ist mir momentan das Schwimmen. Rein ins Becken, raus aus dem Becken und wieder rein. Auch wenn’s oft wehtut. Warum? Weil’s Spaß macht…